Stubenberg beim Blackout krisenfest

Stubenberg beim Blackout krisenfest – Bestätigung duch Blackout Übung

„Der Blackout wäre im Bereich der Stromversorgung der folgenschwerste Katastrophenfall für Mensch, Tier, Natur, Umwelt und Volkswirtschaft“, sagen Experten. Neben vielen Millionen schweren finanziellen Schäden, menschlichem und tierischem Leid, würde ein über Stunden oder sogar mehrere Tage andauernder Stromausfall rasch zur Gefahr für die öffentliche Sicherheit werden.

Noch nie aufgetreten, aber trotzdem möglich: Ein großflächiger Stromausfall!

Das war auch die Annahme bei der Blackout Übung, die die Freiwillige Feuerwehr Stubenberg mit Vertretern der Gemeinde am Samstag, dem 21.10.2017, durchführte.
Große Teile von Europa sind stromlos – kritische Situationen werden in vielen Orten entstehen. Nicht in der Gemeinde Stubenberg am See, denn die ist die erste Gemeinde in Österreich, die einen umfassenden Blackout Vorsorgeplan hat.
Ob nun bei einem Blackout alles in der Praxis so funktioniert, wie es die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem E-Werk, der Freiwilligen Feuerwehr, der Wasser- und Wärmeversorgung, der Abwasserentsorgung und D.E.U.S. – Consulting plante, wurde bei einer Blackout Übung überprüft.
Stubenberg ist eine „Energie privilegierte Gemeinde“, weil durch eine visionäre Energiestrategie bereits jetzt doppelt soviel Umweltstrom erzeugt als gebraucht wird und das Biomasse Heizwerk ca 62% der Haushalte mit Biowärme versorgt. Auf Basis dieser Tatsache kann ein örtliches Inselstromnetz bei einem großflächigen Blackout aufgebaut werden.

Übungslage

Der Blackout Vorsorgeplan wurde nun auf seine Praxistauglichkeit getestet. Dafür wurde bei der Übung die gleiche Lage simuliert, wie sie bei einem Blackout auftritt.
Im Ort, im Netzgebiet des E-Werkes Stubenberg gibt es bei einem Blackout des Verbundnetzes durch den Aufbau eines Inselstromnetzes weiterhin Strom, das Wasser fließt aus den Leitungen, WC und Bad können benutzt werden, die Wärmeversorgung bleibt im Betrieb, die Häuser und Wohnungen haben Strom, die Straßenlichter brennen. Im Ort müssen keine Maßnahmen getroffen werden.
In den Gebieten außerhalb des Ortskernes, ist das E-Werk Stubenberg nicht der Netzbetreiber.
In diesen Gebieten gibt es bei einem Blackout keine Stromversorgung und Hilfe wird benötigt. Diese Maßnahmen sind bereits geplant und  wurden nun auf ihre Wirksamkeit mit folgenden Übungen überprüft: Wie bekommen die Leute Wasser, wie werden die Abwasserpumpstationen entleert, wie wird das stromlose Biomasseheizwerk in Schielleiten gegen Brand gesichert und wie können vermisste Personen bei starker Rauchtentwicklung dort geborgen werden, wie klappt die Bergung von Menschen aus Liften, wie wird die Sendeanlage des Behördenfunks am Rabenwaldkogel in Betrieb gehalten, wie kann eine Notunterkunft im Feuerwehrhaus aufgebaut werden und wie werden kranke, bettlägerige Menschen in diese Notunterkunft transportiert, wie wird den Landwirten geholfen?
Getestet wurde auch die Kommunikation über den Behördenfunk und das Zusammenspiel der Einsatzkräfte mit dem Krisenstab, der Einsatzleitung.

Resümee

Am Schluss der Blackout Übung konnte die Einsatzleitung bestehend aus Bürgermeister Ing. Alexander Allmer, dem Feuerwehrkommando mit HBI Matthias Haider und OBI Ing. Nikolaus Schöngrundner ein sehr positives Resümee ziehen. Alle Aufgaben wurden von den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Stubenberg wie geplant zur vollständigen Zufriedenheit gelöst. Die, bei der Übung anwesenden, Einsatzkräfte sind auch im Ernstfall vor Ort.
Interessierte Gäste waren Vizebürgermeister Johann Buchegger als Vertreter des Gemeindevorstandes, Gemeinderat Bioenergie Geschäftsführer Hannes Windhaber, der Abschnittkommandant der Freiwilligen Feuerwehren Hans Hierzer, Ortstellenleiter Hannes Strohmaier und Helmuth Durlacher als Vertreter der Rettung und Ing. Walter Schiefer, Leiter der Blackout Vorsorgeplanung.
Stubenberg bietet mit der Blackout Vorsorgeplanung der Bevölkerung und den Gästen nun auch bei einem Blackout Sicherheit. Wie wird das in Gemeinden ohne Blackout Vorsorgeplanung sein?
Bei einem längerem, großflächigen Stromausfall ist jede Gemeinde betroffen, jede Gemeinde ist bei der Hilfeleistung für die Bevölkerung auf sich allein gestellt. Ohne Kommunikation und ohne vorbereitete Organisation gibt es keine Unterstützug von außen.

Diese Blackout Übung bestätigte, dass mit geplanten Vorsorgemaßnahmen die interne Hilfe funktioniert, die Einsatzkräfte und die Infrastrukurverantwortlichen wissen, was zu tun ist. Das „Stubenberger Blackout Vorsorgemodell“ kann auch in anderen Gemeinden angewendet werden.

Bürgermeister Ing. Alexander Allmer wird bei der jährlichen Gemeindeinformationsveranstaltung im November über die Blackout Vorsorgeplanung und über die erfolgreiche Blackout Übung berichten.

FF Stubenberg am See - Blackout Übung
FF Stubenberg am See
Blackout Übung der FF Stubenberg am See
FF Stubenberg am See

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